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Dinge, die an Linux nerven

Ich mag Linux gern. Echt. In den letzten Jahren habe ich so ziemlich alles an populären Distributionen ausprobiert, was es gibt. (Open)SUSE, Fedora, Ubuntu, Kubuntu, Mandriva, Knoppix, PuppyLinux und gerade eben LinuxMint.

Dennoch gibt es immer wieder Merkwürdigkeiten bzw. Dinge, die mir umständlich erscheinen. Nachfolgend eine unsortierte und unvollständige Liste, von Dingen die mir aufgefallen sind:

  • für den Zugriff auf NTFS-Partitionen wird das Root-Passwort benötigt (LinuxMint, OpenSUSE)
  • trotz 3 GB Arbeitsspeicher friert der komplette KDE Desktop ein, wenn sich Thunderbird mit dem IMAP-Server von Google-Mail synchronisiert (LinuxMint)
  • die WLAN-Verbindung stellt sich nach dem versetzen des Rechners in den Ruhezustand nicht wieder her (alle letzten getesteten Distributionen), so macht Hibernate natürlich keinen Sinn. Erst mit Hilfe diese Workarounds funktioniert es.
  • das automatischen (Wieder)herstellen der WLAN-Verbindung nach dem aufwachen oder booten dauert zwischen 10 Sekunden und 2 Minuten. Je nach dem. Es kann auch sein, dass gar keine Verbindung zu Stande kommt und man den entsprechenden Access-Point manuell anwählen muss.
  • beim öffnen größerer Programme erscheint erstmal ein verzerrtes Bild, dass so aussieht (Kubuntu)
  • die Menüstruktur von Firefox und Thunderbird ist unter Linux anders als unter Windows, bspw. der Menüpunkt für die Einstellungen. Das wäre natürlich eher ein Thema für die Entwickler o.g. Programme
    Das Extras-Menü von Firefox unter LinuxMint
  • schlechte Sprachintegration. Ich bin zwar des Englischen mächtig, aber irgendwie sieht es komisch aus, wenn Menüpunkte mal deutsch, mal englisch sind
    deutsch-englisches Menü von Thunderbird unter LinuxMint
  • Plasmoids (Widgets) für den KDE-Desktop sehen zwar gut aus, wirken aber bei genauer Betrachtung sehr einfach. Bspw. das KDE-Twitter Plasmoid zeigt nicht an, vor wieviel Minuten, Stunden, Wochen ein Tweet abgesetzt wurde
    kdetwitterlinuxmint
  • aufwachen aus dem Ruhezustand funktioniert nicht zeitgesteuert, m.W. nur via Wake on Lan, aber dazu brauch ich wieder einen zweiten Rechner
  • eine Skriptsprache die nur ungefähr in die nähe von Autohotkey kommt, gibt es meines Wissens nicht. Möglicherweise nur durch Kombination verschiedener Sprachen

Tutorial: Umstieg von Windows auf Ubuntu

Bei Tom’s Hardware gibt es unter dem Titel Desktop Linux For The Windows Power User eine Ubuntu-Installationsanleitung sowie eine Erläuterungen für Fragen zur Softwareinstallation, Multimedia etc.

Ich persönlich glaube zwar nicht, dass “Windows Power User” so grosse Probleme mit Ubuntu haben, aber falls jemand das erste Mal den Windows-Horizont überschreitet, sicherlich ein guter Einstieg.

(via RTFM!)

kstartupconfig4 does not exist or fails. The error code is 139.

Eigentlich wollte ich nur krename installieren. Also mit sudo zypper install krename. Das schien auch keine Probleme zu bereiten. Nebenbei hab ich ein wenig anderweitig rumgeklickert und mir fiel auf, dass Dolphin nicht startet bzw. hängt. Als zypper mit der krename -Installation fertig ist, will ich selbiges starten, was aber mit Speicherzugriffsfehler quitiert wird.

Als ich den Rechner neustarte, erscheint nicht KDE, sondern die Meldung: kstartupconfig4 does not exist or fails. The error code is 139.

Soweit ich das bisher beurteilen kann bin ich nicht der Einzige.

Lösen konnte ich dieses Problem bisher nicht. Die Neuinstallation von KDE über die Kommandozeile funktioniert nicht. Bei Eingabe von sudo yast meldet openSUSE 11.1: command not found. Auch Tipps wie umbenennnen des .kde oder .kde4 Verzeichnisses schlagen fehl.

Derzeit bin ich guter Hoffnung eine Lösung zu finden…

Buchtipp: SUSE Linux Toolbox: 1000+ Commands for openSUSE and SUSE Linux Enterprise

IT-Fachliteratur gibt es wie Sand am Meer. Selbst für ein Betriebssystem wie Linux, welches nur ein Nischendasein fristet, gibt es reichlich Auswahl. Besonders beliebt scheinen umfassende Werke zu sein, die von der Installation bis zur Administration alles erschlagen wollen.

Ich mag diese Art von Büchern inzwischen nicht mehr, da sie sich an Einsteiger richten und die meisten Themen nur anreisen. Will man mehr, besorgt man sich ein Fachbuch über OpenOffice, LaTeX oder Netzwerkadministration. Ein solches Fachbuch ist auch SUSE Linux Toolbox: 1000+ Commands for openSUSE and SUSE Linux Enterprise von Christopher Negus und Francois Caen. Wie der Titel schon vermuten läßt, werden darin Kommandozeilenbefehle behandelt. Geordnet sind diese nach Themengebieten. Was mir besonders gefällt ist, dass es sich nicht um einen Abdruck der Man-Pages handelt, sondern praktische Beispiele gegeben werden. Wer neugierig ist, kann auch schonmal vorher im Buch blättern. Ein sehr hilfreiches Buch, wie ich finde.

Das das Buch nicht brandaktuell ist, stört dabei nicht. Denn die meisten Kommandos veralten nicht so schnell.

Schatz, bringst Du bitte den Müll raus?

Mülleimer voll