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DVB-T mit openSUSE

Nachdem ich den Hauppauge WINTV NOVA-T-STICK unter Windows Vista ausreichend getestet habe, hab ich versucht ihn mit openSUSE 11.1 zum laufen zu bekommen.

Tja, und wenn man diese Anleitung befolgt, funktioniert die Glotze ohne Probleme :-)

Als Software nutze ich Kaffeine.

DVB-T-Software: MediaPortal

Installation & Konfiguration

Die Installation und Konfiguration von MediaPortal hat Roman gut beschrieben. Gewöhnungsbedürftig fand ich zunächst die Aufteilung in TV-Server-Konfiguration und MediaPortal-Konfiguration. Ist man im wesentlichen an Fernsehen interessiert, kann man die anderen Anwendungen (Radio, Bilder, …) in der MediaPortal-Konfiguration deaktivieren.

Aufpeppen kann man sein MediaPortal noch mit dem aktuellen Wetter, Zugriff auf die Wikipedia oder Spielen wie Tetris oder Sudoku.

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Look & Feel

Am Look & Feel von MediaPortal gibt es nichts zu meckern. Es stehen eine Vielzahl von Skins zu Verfügung. Das ist erfreulich, da mir das Standardskin gar nicht gefällt. Zur Installation der selbigen entpackt man die heruntergeladene RAR-Datei bspw. mit 7-zip und verschiebt den Ordner nach Team MediaPortal\MediaPortal\skin. Anschließend aktiviert man das Skin in der MediaPortal Konfiguration.

MP Start

DVB-T

Sendersuchlauf

Um über DVB-T fern zu sehen, genügt es den Sendersuchlauf in der TV Server Konfiguration unter TV Servers zu starten. zu starten. Der Scan geht flott (< 5 Minuten) von statten und findet alle 24 Programme.

EPG

Beim ersten Start von MediaPortal dauert es ein Weilchen, bis die elektronische Programmzeitschrift geladen ist. Im Gegensatz zu gewöhnlichen TV-Zeitschriften ist die Zeitleiste nicht vertikal sondern horizontal. Eine Einstellmöglichkeit, wieviel Tage Programm geladen werden konnte ich nicht eruieren.

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Aufnahme

Die aufzunehmenden Fernsehsendungen kann man einfach aus der EPG auswählen. Wie ich bereits schrieb, gibt es so etwas wie VPS für meinen DVB-Stick leider nicht. Glücklicherweise bietet MediaPortal in der TV Server Konfiguartion unter Recording Settings die Möglichkeit, einen Vor- bzw. Nachlaufpuffer für Sendungen zu definieren. Dadurch können verschobene Sendungen bis zu einem Gewissen Punkt dennoch komplett aufgezeichnet werden.

Im Test mit Wake up on Standby und TOff gab es mit Mediaportal keinerlei Probleme. Als Vor- und Nachlaufpuffer für starten und herunterfahren habe ich fünf Minuten gewählt.

Standardmäßig werden Sendungen als Transport-Stream (.ts) aufgezeichnet. Angezeigt werden die aufgenommenen Sendungen dann im MediaPortal unter Aufnahmen.

Fazit

MediaPortal erfüllt meine Wünsche an einen digitalen Videorecorder nahezu komplett. Denn eigentlich bietet dieses Programm viel mehr als nur die Möglichkeit fern zu sehen. Als Nachteile sind die Hardwareanforderungen sowie die relativ lange Startzeit (~ 30 Sekunden) zu nennen.

DVB-T-Antenne im Selbstbau

Wie ich bereits letze Woche schrieb, ist der DVB-T-Empfang mit der mitgelieferten Stabantenne nicht unbedingt berauschend.

Anstatt eine vorgefertige Antenne zu kaufen, bin ich der Bastelanleitung auf CNET.de gefolgt. Außer einem Koaxialkabel und einem Messer braucht man nicht viel.

Ich hab zwar keine Messungen durchgeführt, aber rein subjektiv hat sich der Empfang deutlich verbessert. Auch das Umschalten geht deutlich flotter.

DVB-T: Theorie und Praxis

Theorie

Da ich nur wenig fern sehe und meine Freizeit nicht nach dem TV-Programm ausrichten möchte, hab ich mir überlegt, dass das Aufzeichnen von interessanten Sendungen eine Lösung wäre. Mir schwebt vor, dazu einen DVB-T-Stick zu nutzen. Der Rechner wird kurz vor Sendungsbeginn gestartet, zeichnet die gewünschte Sendung auf und fährt sich wieder herunter. Schön wäre es außerdem, die gewünschte Sendung in einer elektronischen Programmzeitschrift auszuwählen und aufnehmen zu können.

Last but not least wäre eine Linux-Kompatibilität wünschenswert.

Praxis

Ich habe mich für den DVB-T-Stick Hauppauge WINTV NOVA-T-STICK (Model 00293) entschieden. Nach Anwenderberichten soll er unter Linux funktionieren. Zum Hardwareumfang gehört neben dem Stick noch eine Fernbedienung, ein USB-Verlängerungskabel und eine Miniantenne.

Zunächst habe ich unter Windows Vista getestet. Die Installation der Treiber und der mitgelieferten TV-Software (WinTV) verläuft problemlos. Das Scannen nach verfügbaren Sendern nimmt mehrere Minuten in Anspruch. Trotz der Miniantenne werden zahlreiche Sender gefunden. Leider ist die Empfangsqualität nicht bei allen Sendern gleich gut. Bei Arte gibt es bspw. immer wieder Standbilder und Aussetzer im Ton. Besserung verschafft die Positionierung der Stabantenne in Fensternähe. Herausfinden muss ich noch, ob es möglich ist mehrere Ortsprofile anzulegen oder ob man immer wieder den Sendersuchlauf anwerfen muss.

Die Oberfläche von WinTV trifft nicht unbedingt meinen Geschmack, aber wenn man im Full-Screen-Modus fern sieht, stört sie nicht weiter. Über die Tastatur lassen sich die Sender mit ± wechseln, die Lautstärke über Bild hoch/runter regeln, über Backspace kann man die Senderliste einblenden und durch Eingabe der Sendernummern (+Enter) diese direkt anwählen.

Zum Aufnehmen verwendet man den mitgelieferten Scheduler, dessen Design ebenfalls nicht der allgemeinen Windows-Ergonomie entspricht. So etwas wie VPS gibt es in der Form nicht. Der Standard ETSI EN 301775 scheint nicht unterstützt zu werden. So bleibt nur übrig, entsprechende Puffer einzukalkulieren. Auffällig ist, dass die Aufnahme nicht genau zum definierten Zeitpunkt startet, sondern mit einer Verzögerung von etwa zehn Sekunden. Das erscheint mir unpraktisch, wenn man pünktlich beginnende Sendungen, z.B. Nachrichten aufzeichnen möchte.

Wie das von mir gewünschte Aufnehmen aus der elektronischen Programmzeitschrift (EPG) funktionieren soll, ist mir bisher noch unklar.

Neben WinTV gibt es noch andere Software, mit der es unter Windows möglich ist, DVB-T zu empfangen. Z.B. DVBViewer und Mediaportal. Erstere ist proprietäre Software. Ein Testen ist nicht möglich, man muss sie für 15 Euro kaufen. Schade. Letztere ist ein freies MediaCenter für Windows. Getestet hab ich dieses noch nicht. Daneben gibt es noch die Freeware ProgDVB (in der “normalen” Version) und TVram.

Zwischenfazit

Die gute Nachricht: DVB-T vom Stick funktioniert. Leider ist die mitgelieferte Miniantenne nur bedingt tauglich für guten Empfang. Inwiefern sich durch eine andere/größere Antenne eine Verbesserung erzielen läßt, wird sich noch zeigen müssen. Jedoch wird dadurch für mich das Konzept des Überall-Fernsehens ad absurdum geführt. Die mitgelieferte Software WinTV gefällt mir vom GUI-Design nicht. Der Funktionsumfang der Software erscheint mir in Ermangelung an Vergleichen als ausreichend.

Was übrigens nicht funktioniert, ist ein betreiben des DVB-T-Sticks an einem USB 1.1 Port. Die Treiberinstallation meldet dann Fehler.

Eine Fortsetzung folgt in diesem Blog.