Portables MiKTeX-System unter Windows Vista aufsetzen

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Nachdem der Artikel über das LaTeX vom USB-Stick der meistgelesene Artikel in diesem Blog ist, möchte ich diesen etwas auffrischen und die Installation und Konfiguration eines portablen LaTeX-Systems unter Windows Vista beschreiben. Natürlich funktioniert es unter Windows XP immer noch.

Auf einem USB-Stick werden mindestens 300 MB freier Speicherplatz benötigt.

Benötigte Programme

Als erstes benötigen wir MiKTeX. Aktuell ist derzeit Version 2.7. Ich habe mich für den “Basic MiKTeX 2.7″ Installer entschieden. Der bringt schonmal das wesentliche mit und sollte für vorerst aussreichen.

Anschließend laden wir uns die aktuelle Version von GhostScript herunter. Im Moment ist das die Version 8.64. Natürlich die .exe (32-bit Windows).

Als nächstes benötigen wir GhostView. Wir benötigen das Win32 self extracting archiv von der aktuellen Version 4.9.

Last but not least benötigen wir einen LaTeX-Editor. Da meines Wissens TeXNiCenter nach wie vor nicht portabel ist, empfehle ich WinShell. Wichtig ist, die gezippte Version herunterzuladen. Von dem einst empfohlenen LEd nehme ich Abstand, da er seine Daten in die Registry unter hkey_current_user\software\LEd schreibt.

Installation von MiKTeX, GhostScript und GhostView

MiKTeX

Installation von MiKTeX 2.7

Installation von MiKTeX 2.7

Installation von MiKTeX 2.7

Installation von MiKTeX 2.7 (3)

Installation von MiKTeX 2.7 (4)

Installation von MiKTeX 2.7 (5)

Installation von MiKTeX 2.7 (6)

Installation von MiKTeX 2.7 (7)

Nach der Installation meldet Vista einen Absturz. Auswirkungen auf die Installtion konnte ich nicht feststellen.

Nach der Installation meldet Vista einen Absturz. Auswirkungen auf die Installtion konnte ich nicht feststellen.

GhostScript
Installation von GhostScript (1)

Installation von GhostScript (2)

Installation von GhostScript (3)

Installation von GhostScript (4)

GhostView
Installation von GhostView (1)

Installation von GhostView (2)

Installation von GhostView (3)

Installation von GhostView (4)

Installation von GhostView (5)

Installation von GhostView (6)

Installation von GhostView (7)

Installation von GhostView (8)

Installation von GhostView (9)

Konfiguration auf dem USB-Stick

Wir legen uns auf dem Stick ein aussagekräftiges Verzeichnis an. Bspw. MiKTeXPortable. In diesem erstellen wir die Ordner texmf und localtexmf. In texmf kopieren wir den gesamten Ordnerinhalt, der auf der lokalen Festplatte im Verzeichnis MiKTeX 2.7 erstellt wurde.

Die durch die Installation von GhostScript und Ghostview angelegten Ordner sollten gs und Ghostgum heißen. Vorausgesetzt, man hat sie bei der Installation nicht umbenannt. Diese beiden Verzeichnisse kopiert man nach MiKTeXPortable auf dem USB-Stick.

Nun legt man noch die Skripte vom Comprehensive TeX Archive Network ebenfalls in das Verzeichnis MiKTeXPortable ab. Ich habe diese Skripte gezippt und zum Download bereitgestellt.

Achtung: hast Du Dir andere Programmversionen von MiKTeX, GhostScript oder Ghostview heruntergeladen, musst Du die Datei versions.bat anpassen:

Versionsnummern anpassen in der Datei versions.bat

Abschließend benötigen wir noch den Editor reg.exe, um die Pfade zur MiKTeX-Installation zurecht zubiegen. Auch unter Vista befindet er sich unter C:\WINDOWS\system32. Wir kopieren reg.exe ebenfalls nach MiKTeXPortable.

Nun kommen wir noch zum Editor WinShell. Die gezippte Datei entpackt man einfach und verschiebt den Ordner auf den USB-Stick. Sinnvoll erscheint mir die Platzierung im Ordner MiKTeXPortable.

Als Betrachter für die erstellten PDFs empfiehlt sich PDF-XChange Viewer - Portable. Wir entpacken diese Datei ebenfalls im Ordner MiKTeXPortable.

Der Inhalt von MiKTeXPortable sollte nun so aussehen:

Inhalt des MiKTeX-Portable-Ordners

Start von MiKTeX

Zum Starten klickt man die Datei init.bat doppelt:
Konfiguration der MiKTeX-Einstellungen per Batch

Allerdings kann es einige Zeit dauern (5 bis 10 Minuten), bis das Skript durchgelaufen ist.

Anschließend starten wir Winshell und bearbeiten unsere Dokumente.

Beenden von MiKTeX

Sind wir fertig starten wir das Skript reset.bat und können anschließend den USB-Stick wieder abstöpseln.

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6 Kommentare

Thomas Orlowski on Mrz 13, 2009 Said:


Hallo,

läuft ganz gut, vielen Dank für die Arbeit.
Ich benutze viel pstricks und übersetzte deshalb immer mit
latex -> dvips -> ps2pdf ins pdf-Format.
Leider funktioniert das nicht vom USB-Stick.
Das ps2pdfxx moniert, dass es ein temporäres File _.at, das ps2pdf.bat erst schreibt, bevor es ps2pdfxx aufruft nicht finden könne. Ich konnte leider noch nicht feststellen, ob das File überhaupt geschrieben wird. Bei der normalen Installation, von der ich das Miktex geklont habe funktionierte alles. Direktes Aufrufen von ps2pdf.exe von der Textkonsole liefert zerstörte Seiten, weil wahrscheinlich gs die falschen Parameter bekommt.
Ist sowas woanders schonmal beobachtet worden?
Als Abhilfe exportiere ich derzeit von gsview aus, aber ein Tastendruck (ich benutze texmaker) ist halt bequemer.

Viele Grüße, Thomas.

Thomas on Mrz 13, 2009 Said:


Besten Dank für Dein Feedback.

Zugegebenermaßen habe ich mit der portablen Version bisher noch nicht mit PSTricks hantiert.

Aber wenn es mit GSView funktioniert wäre das als Workaround für mich auch ok. Ich war meistens bequem und habe Dia verwendet, anschließenddie GRafik exportiert.

Oder hast Du es schonmal mit dem Pakte pst-pdf versucht? Damit kann man ja PSTricks Grafiken auch in PDF-LaTeX verwenden.

Jakob on Apr 20, 2009 Said:


Also ich hab schonmal eine portable Version ausprobiert, ebenfalls über Batch-Files (USBTeX). Deshalb habe ich gehofft, hier eine andere Lösung zu finden, da die genannte nicht funktionierte. Die Lösung mit Batch-Files ist mir aber zu umständlich. So wie ich das sehe, handelt es sich bei deiner Lösung um eine temporäre Installation. Also nicht wirklich das, was normalerweise unter portabel verstanden wird. Und 5 - 10 Minuten ist doch ganz schön lange — zu lange für meine Begriffe.

Deshalb hoffe ich mal, dass die offizielle Portable-Version von MikTeX - die ja noch dieses Jahr rauskommen soll - eine angenehmere Lösung bietet. Logisch, dass es ohne die nicht wirklich anders geht.

Mehr Informationen dazu finden sich hier:

Trotzdem natürlich gute Arbeit, sofern man 5 Minuten aushält!

Thomas on Apr 21, 2009 Said:


Danke fürs ausprobieren.

Als temporäre Installation würde ich es nicht unbedingt bezeichnen. Denn die Daten bleiben auf dem Stick. Die werden nicht auf die Festplatte verschoben.

Die 5 - 10 Minuten ist die Zeit, die benötigt wird, bis init.bat durchgelaufen ist. Wie Du sicherlich weißt, sind solche Angaben relativ und auch abhängig von der verwendeten Hardware. Und da ich davon ausgehe, dass man mal nicht nur drei Buchstaben in seiner Diplomarbeit ändert, finde ich das durchaus akzeptabel.

Du hast natürlich recht, dass da die beschriebene Lösung nicht das nonplusultra ist. Insofern ist das eher als Workaround zu sehen. Ich gehe mal davon aus, dass die MiKTeX-Entwickler dann eine bessere Variante in petto haben werden ;-)

Stefan on Okt 9, 2009 Said:


Hallo,
also bei mir läuft die init.bat in 17 Sekunden durch.
Allerdings sollte man nicht die reg.exe von Vista oder Win7 64bit nehmen, mit der geht die reset.bat nicht.
Ich hab mir eine reg.exe aus einer XP 32bit Installation gezogen, mit der läuft’s auch unter Win7.
ciao
Stefan

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